Uhr geerbt – was nun?
Eine geerbte Uhr ist oft mehr als ein Wertgegenstand: Sie ist eine Erinnerung. Gleichzeitig weiß kaum jemand, was sie wert ist. Hier sind die fünf Schritte, die ich jedem Erben empfehle.
1. Nichts verändern
Lassen Sie die Uhr so, wie sie ist. Kein Polieren, kein neues Armband, keine Reparatur beim Juwelier um die Ecke. Bei älteren Uhren bestimmen Originalzustand und Patina den Wert – ein poliertes Gehäuse oder ein ausgetauschtes Zifferblatt kann den Wert halbieren.
2. Unterlagen suchen
Suchen Sie nach allem, was zur Uhr gehört: Box, Garantiekarte oder Zertifikat, Kaufrechnung, Servicebelege, Ersatzglieder des Armbands. Schauen Sie auch in Schreibtischschubladen, Ordnern und im Bankschließfach. Diese Dinge können den Wert deutlich erhöhen.
3. Sicher aufbewahren
Bewahren Sie die Uhr an einem sicheren Ort auf und prüfen Sie, ob Ihre Hausratversicherung sie abdeckt. Bei wertvollen Uhren oft nur bis zu einer bestimmten Summe.
4. Den Wert ermitteln lassen
Fragen Sie jemanden, der sich mit genau dieser Art von Uhr auskennt – und der Ihnen erklärt, wie er zu seinem Wert kommt. Holen Sie bei einer wertvollen Uhr ruhig zwei Meinungen ein.
5. In Ruhe entscheiden
Behalten, aufteilen oder verkaufen? Es gibt kein Richtig oder Falsch. Sprechen Sie mit den anderen Erben, bevor Sie etwas unterschreiben.
Drei Fehler, die viel Geld kosten
- An den erstbesten Ankäufer verkaufen. Haustürkäufer und „Wir kaufen alles“-Anzeigen zahlen oft nur einen Bruchteil.
- Den Goldwert für den Uhrwert halten. Eine goldene Uhr ist fast immer mehr wert als ihr Gold – manchmal ein Vielfaches.
- Unbekannte Marken unterschätzen. Manche unscheinbare Uhr aus den 1960er-Jahren ist heute gesucht.
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